Das Tempelhofer Feld ist Berlins größte Grünfläche, ein Ort für Grillen, Sport und Begegnung. Und seit dem Volksentscheid von 2014 durch ein Gesetz (ThF-Gesetz) vor der Bebauung geschützt. Doch der schwarz-rote Senat versucht immer wieder den Schutz des Feldes zu kippen. Aktuell finden für eine vom Senat geplante Erweiterung der Geflüchtetenunterkünfte Schacht- und Vermessungsarbeiten statt.
Das ThF-Gesetz wurde dafür schon 2024 geändert. Jetzt soll die Befristung bis 2028 entfallen. Der Senat will jetzt schon Fakten schaffen, noch bevor abgestimmt ist, ob diese Unterkünfte überhaupt eine langfristige Perspektive haben.
Was passiert gerade auf dem Tempelhofer Feld?
Am 20. Januar begann das landeseigene Immobilienmanagement (BIM) die Fläche der Grillwiese und der Sportplätze zu vermessen. Es wurde zudem mit Schachtarbeiten für die Verlegung von Kabeln begonnen. Der Minigolfplatz muss weichen. Damit will der Senat Fakten schaffen und die geplante Erweiterung der Geflüchtetenunterkünfte auf dem Bereich realisieren.
Beschlussvorlage des Senats: Änderung des ThF-Gesetzes
Der schwarz-rote Senat will das THF-Gesetz ändern und die aktuelle Befristung von Unterkünfte und mobilen Bauten bis zum 31. Dezember 2028 streichen (Drucksache 19/2659 vom 16. September 2025). Eine Abstimmung im Abgeordnetenhaus steht noch aus.
Warum der Bau mehr als umstritten ist
Vieles spricht gegen die Errichtung der neun dreigeschössigen Container in dem Bereich, für welche es in einer anhaltenden Notsituation ausreichend Platz auf dem Vorfeld des Flughafengebäudes gäbe. Die Umnutzung des Bereiches kann den Nutzungsdruck auf den inneren Wiesenbereich erhöhen, und damit seiner ökologischen Funktion schaden. Der Abfluss der Kaltluft über den Columbiadamm in Richtung Kreuzberg wird weiter limitiert. Massenunterkünfte verhindern zudem die Integration und können zu einer erschwerten Versorgungslage der hilfsbedürftigen Menschen führen.
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