Berlin, Tempelhof-Schöneberg, 20. Januar 2026. – In der Nacht von Samstag auf Sonntag wurde die schwule Bar „Böse Buben“ in Schöneberg mit einem Stein attackiert. Zahlreiche Gäste befanden sich zu diesem Zeitpunkt im Lokal. Glücklicherweise wurde niemand verletzt. Der Angriff richtet sich eindeutig gegen Menschen aufgrund ihrer sexuellen Orientierung und ist ein Angriff auf einen geschützten Raum der queeren Community. Der Staatsschutz des LKA Berlin hat die Ermittlungen übernommen.
„Es ist empörend, dass Menschen versuchen, unsere queeren Treffpunkte einzuschüchtern und Gewalt als Mittel einsetzen. Solche feigen Angriffe dürfen nicht unbeantwortet bleiben. Wir stehen solidarisch an der Seite aller Betroffenen in Schöneberg“, sagt Martina Zander-Rade, Direktkandidatin der GRÜNEN für Schöneberg Süd.
Sebastian Walter, Abgeordneter für Schöneberg Nord und queerpolitischer Sprecher im Abgeordnetenhaus, ergänzt: „Schöneberg ist seit Jahrzehnten ein zentraler Ort des queeren Lebens in Berlin. Die Sicherheit der Community ist nicht verhandelbar. Wir müssen konsequent gegen Hass und Gewalt vorgehen und erwarten vom Senat, dass queere Einrichtungen besser geschützt werden.“
Die Grünen Tempelhof-Schöneberg verurteilen diesen Angriff aufs Schärfste. Queere Treffpunkte sind Schutzräume, Orte des gesellschaftlichen Miteinanders und der Freiheit, und sie dürfen niemals Ziel von Gewalt werden. Die beiden Kreisvorsitzenden Claudia Löber und Cedrik Schamberger fordern:
- klare politische Maßnahmen gegen Queerfeindlichkeit und Hasskriminalität
- verstärkte Schutzmaßnahmen für queere Einrichtungen
- engere Vernetzung von Polizei, Zivilgesellschaft und Betroffenen zur Prävention weiterer Gewalt
- mehr Präventionsarbeit an Schulen
Hass und Gewalt haben in Tempelhof-Schöneberg und in unserer Stadt keinen Platz. Wir stehen an der Seite der LSBTIQ+ Community und setzen uns entschieden für ihre Rechte, ihre Sicherheit und ihre Sichtbarkeit ein.