Ehrenamtliches Engagement braucht die professionelle Unterstützung der Verwaltung und Leitfäden, die die vorhandenen Möglichkeiten und die Förderung von Netzwerken und unbürokratisches Agieren aufzeigen. Vorzeigeprojekte wie die Schwimmpatenschaften müssen dauerhaft etabliert und ihr Vorbildcharakter deutlich herausgestellt werden, das regt mögliche „Nachahmer“ zu vergleichbaren Aktivitäten an. Die Entscheidung der Verwaltung, welche Vereine…
7. Nachbarschaft, Freizeit, Sport – hier hält ehrenamtliches Engagement die Gesellschaft zusammen
Selten zuvor wurde es so deutlich wie bei der Versorgung der Geflüchteten in den Unterkünften unseres Bezirks, wie im ehemaligen Rathaus Friedenau, in den Hangars von Tempelhof und anderswo: Ohne die zivilgesellschaftlichen Initiativen, die Willkommensbündnisse, ohne das Engagement der Kirchenkreise, der vielen Sport- und anderen Vereine, ohne den Einsatz der unzähligen ehrenamtlichen Helfer und Helferinnen, die spontan ihre Unterstützung anboten, hätte die staatliche Verwaltung ihre Aufgaben nicht bewältigen können.
Hier zeigte sich die lebendige, engagierte Nachbarschaft von ihrer stärksten Seite – offen für die „Neuen“. Dies stärkte auch die Identifikation der Menschen mit ihrem Stadtteil. Wir wollen ein gutes, angenehmes und diskriminierungsfreies Zusammenleben aller Menschen. Deshalb unterstützen wir nachbarschaftliche Aktivitäten, ehrenamtliches Engagement und Akteure und Einrichtungen, die zur Förderung des Miteinanders und einer guten Nachbarschaft beitragen, von Mieterräten über Nachbarschaftszentren bis zu den Sportvereinen.
Die Erfahrung vor allem der letzten Monate beweist: Staat und Verwaltung können nur mit gesellschaftlichem Engagement der Bürgerinnen und Bürger funktionieren, umgekehrt sind auch die Initiativen und Ehrenamtlichen auf die Unterstützung der Verwaltung angewiesen. Um beispielsweise in den Flüchtlingsunterkünften kontinuierlich und sinnvoll zu arbeiten, brauchen sie schnelle und unbürokratische Zugangsmöglichkeiten. Leitfäden mit Praxistipps auf bezirklicher Ebene würden nicht nur Ehrenamtlichen, die sich neu engagieren, die Orientierung erleichtern. Schließlich brauchen wir das hauptamtliche Personal, das ehrenamtliches Engagement koordiniert, die Bildung von Netzwerken fördert und damit den freiwilligen Helferinnen und Helfer unterstützend zur Seite steht.
Angebote für alle
Generell begrüßen wir es, wenn bei der Vergabe von Sportanlagen die Zusammensetzung der Gruppen angemessen berücksichtigt werden würde und auch ältere Menschen, Menschen mit Handicap, Frauen und Mädchen mehr als bisher in unseren Sportstätten trainieren könnten. Die Berliner Regelungen zur Vergabe von Sportanlagen bieten für eine solche Vergabepraxis aber nur…
Vereine brauchen Platz und transparente Förderung
Das Beispiel der Schwimmpaten zeigt die Bedeutung des Sports für eine Gesellschaft, die allen Menschen eine Chance auf Teilhabe, auf Entfaltung ihrer Persönlichkeit und Entwicklung ihrer Möglichkeiten geben will. Die Sportvereine spielen im gesellschaftlichen Leben unseres Bezirks eine Schlüsselrolle. Doch der Platz, den diese Vereine benötigen, steht nicht im wünschenswerten…
Schwimmen lernen mit Patenschaft
Ein Alarmruf nicht nur der Schulen: Immer weniger Kinder lernen schwimmen. Betroffen sind vor allem Kinder aus sozial schwachen Familien und aus Familien mit Migrationshintergrund. Mit dem Projekt Schwimmpatenschaften hält Tempelhof-Schöneberg seit Jahren erfolgreich dagegen. Ehrenamtliche „Paten“ unterstützen Kinder aus solchen Familien bei der Teilnahme an Ferienschwimmkursen der Berliner Bäderbetriebe….
