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Flüchtlinge in den Bezirk integrieren

Die Versorgung und Integration von Flüchtlingen wird auf längere Zeit eine zentrale gesellschaftspolitische Aufgabe bleiben. Wir nehmen gemeinsam mit dem Bezirksamt, den Flüchtlingsorganisationen, Kirchen, Vereinen und vielen ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern diese Herausforderung an und gestalten aktiv die Integration von Geflüchteten im Bezirk. Wir unterstützen die Willkommenskultur, die sich in Tempelhof-Schöneberg herausgebildet hat.

Der Bund fordert zwar von allen Geflüchteten Integrationsbereitschaft und Integration, schließt gleichzeitig aber große Gruppen von Geflüchteten pauschal von den vom Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) angebotenen Integrationskursen aus. Wir sagen: Solange dies so bleibt, müssen alle Flüchtlinge zumindest in einem Sprachkurs der Volkshochschulen Deutschgrundkenntnisse erwerben können. Damit die Interessierten nicht zu lange auf die Teilnahme an solchen Kursen warten müssen, treten wir für eine deutliche Ausweitung der jetzt schon überlaufenen Kurse der Volkshochschule (VHS) im Bezirk ein.

Derzeit besucht lediglich zwischen 10 und 15 Prozent aller Flüchtlingskinder eine Kindertagesstätte. Eine bezirklich mehrsprachige Informationsinitiative, die die Eltern in den Unterkünften über das kostenfreie Kita-Angebot sowie seine Bedeutung für den weiteren Schulerfolg aufklärt, kann dazu beitragen, dass das Kita-Angebot Flüchtlingskinder besser als bisher erreicht.

Ohne Arbeit wird es keine Integration der Geflüchteten geben. Auf Bezirksebene wollen wir mit beruflichen Netzwerken, koordiniert z.B. durch die bezirkliche Wirtschaftsförderung, potenzielle Arbeitgeber und Flüchtlinge möglichst früh zusammenbringen. Den Geflüchteten ersetzt das die naturgemäß fehlenden Kontakte, den Unternehmen erleichtert es die Rekrutierung neuer Kräfte für Stellen, die ansonsten kaum noch besetzt werden können.

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