GRÜNE Verkehrspolitik im Kiez: Umbau der Bahnhofstraße Lichtenrade

Am Montag wurde der Planungsstand der Bahnhofstraße Lichtenrade vorgestellt: Wie wird das neue Straßenzentrum im Süden nach dem Umbau aussehen? Mit dem Fahrrad auf dem Weg zur Veranstaltung zeigt sich bereits großes Verbesserungspotential: Schlaglöcher säumen die Straße, einen durchgängigen Fahrradweg gibt es nicht und zum gemütlichen Verweilen gibt es kaum eine Möglichkeit.

Das sieht auch Christiane Heiß, GRÜNE Stadträtin für Verkehr, so. Einiges soll sich ändern: Ab Mitte 2020 wird hier gebaut. Auf der Veranstaltung vor hunderten Menschen im Ulrich-von-Hutten-Gymnasium erklärt sie mit ihrem Team den Planungsstand und beantwortet alle Fragen. In einem riesigen Projekt, das seinesgleichen sucht und ein Modellprojekt für andere Standorte ist, wird die gesamte Straße neu entworfen.

Von dem Gehweg über die Fahrbahnen bis hin zu den Häuserfassaden und dem Straßengrün – überall mussten Lösungen gefunden werden. In mehreren Jahren und unzähligen Veranstaltungen konnten Bürger*innen sich einbringen. Das Ziel: Den öffentlichen Raum neu aufteilen, gerecht für alle Verkehrsteilnehmer*innen. Und einen Ort der Begegnung schaffen, auch im Sinne der Gewerbetreibenden.



Die neue Ortsmitte wird grün, gerecht verteilt und inklusiv für Menschen mit Bewegungseinschränkungen:

  • Mehr Lebensqualität: Wasserspiel, eine Bücher-Telefonzelle, moderne Sitzgelegenheiten, Bepflanzung, Außengastronomie und ein schöner Boden sowie Trinkbrunnen machen die Straße für Jung und Alt attraktiv.
  • Ein Radweg und Fahrradstellplätze müssen dringend her: Diese machen die Straße zum Ort, an dem alle Verkehrsteilnehmenden Platz haben. Bisher wirkt die Straße, als seien Fahrräder und Fußgänger*innen nur Beiwerk zur dominanten Auto-Fahrbahn. In grüner Signalfarbe gestrichen, wird das Radfahren auf dem neuen Radweg sicherer. Das Ordnungsamt wird zudem aufgestockt, das Zuparken des neuen Radwegs ungemütlicher. Auch für den Bus ist Platz. Die Anzahl der Parkplätze wird hingegen stark reduziert.
  • Auch bewegungseingeschränkte Menschen werden unterstützt. Der Bordstein an den Bushaltestellen wird erhöht. Behindertenparkplätze werden bedacht. Wo heute Hindernisse den Alltag erschweren, soll ein ebener Gehweg entstehen. Das Konzept wurde Menschen mit Behinderungen vorgestellt, ihre Bedürfnisse berücksichtigt.

Wir danken dem Gebietsgremium des Aktiven Zentrums Lichtenrade sowie den Planungsbüros für das riesige Engagement und die Ausdauer, welche sogar nach Feierabend weitergeführt wurde. Ab Mitte 2020 zahlt sich der Einsatz von Stadträtin Christiane Heiß, den Initativen und Anwohner*innen aus – dann bekommt Lichtenrade sein neues Zentrum.

Sie haben Fragen zur Bahnhofstraße? Melden Sie sich bei https://az-lichtenrade.de/

von Nina Freund, Mitglied im Kreisvorstand;
in Zusammenarbeit mit der AG Medien

Verwandte Artikel