Jugendarbeit für eine tolerante Gesellschaft

Die Basis einer weltoffenen toleranten Gesellschaft wird in der Jugendarbeit gelegt. Jugendarbeit darf sich nicht nur darauf beschränken, Angebote für Freizeitaktivitäten oder irgendwelche Kurse anzubieten, sie muss die Jugendlichen und ihre Familien bei der Erarbeitung der Angebotspalette und vor allem bei der inhaltlichen Gestaltung mit einbinden. In diesem Sinn unterstützen wir das Kinder- und Jugendparlament, auf das der Bezirk stolz sein kann. Seit vielen Jahren ist es überdurchschnittlich aktiv und leistet damit einen wertvollen Beitrag zum frühen demokratischen Miteinander und bringt die Perspektive der Kinder und Jugendlichen in die Bezirkspolitik ein.

Bei den Kitas und den Angeboten von Tageseltern gilt es, die quantitative Versorgung zu gewährleisten und Plätze ausbauen. Gleichzeitig darf die Qualität nicht darunter leiden. In allen Teilen des Bezirks, insbesondere in Marienfelde und Lichtenrade, wird ein steigender Bedarf prognostiziert. Träger, die neue Einrichtungen eröffnen oder bestehende ausbauen wollen, müssen unterstützt werden. Dazu benötigen wir aber auch mehr Erzieherinnen und Erzieher, in die Ausbildung muss investiert und für die Ausbildung geworben werden.

Dass das Kita-Angebot auch nicht unter dem Druck eines Sparzwanges ausgedünnt werden muss, zeigt das Beispiel der evangelischen Kita in der Albrechtstraße. Diese sollte vor fünf Jahren geschlossen werden. Dank grünem Engagement ist sie inzwischen nicht nur gesichert, sondern entsprechend der gestiegenen Nachfrage deutlich vergrößert worden.

Statt der von der rot-schwarzen Koalition jetzt auch für die unter dreijährigen Kinder beschlossenen schrittweisen Einführung der Gebührenfreiheit für Kitas hätten wir Grünen einer stärkeren Qualitätsverbesserung und dem Kitaausbau den Vorrang gegeben. Dies entspricht auch den Forderungen vieler Eltern und Fachleute. Wir werden nun auf Landesebene darauf achten, dass die gleichzeitig beschlossene Verbesserung des Personalschlüssels für die unter dreijährigen Kinder in den Kitas auch wirklich ankommt. Insbesondere setzen wir uns für flächendeckende Sprachförderangebote sowie Inklusions- und Integrationsangebote auch in unserem Kita-Eigenbetrieb ein.

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