Viele Familien warten schon darauf: Die temporäre Spielstraße in der Skarbinastraße ist seit vielen Jahren Tradition. Wir demonstrieren hier, wie eine Stadt aussehen kann, die für die Menschen da ist.
Sobald Helfer*innen der Ortsgruppe Lichtenrade die ersten Spielstationen aufbauen, füllt sich die Straße mit Leben. Kinder strömen aus den Hochhäusern, die die Straße säumen, und in kürzester Zeit ist die graue Straße voller Kreidemalereien, Rollern und Bällen. Drumherum haben Eltern Platz, mit den Nachbar*innen zu plaudern. Wo sonst parkende Autos Fläche zum Spielen und Toben nehmen, entsteht an einem Nachmittag im Jahr Raum fürs Dosenwerfen, Sackhüpfen, Tauziehen und viele andere Spiele. Ganz so wie „früher“, merken viele Passant*innen an.
Eine gerechte Aufteilung der Stadt
„Wir wollen eine Stadt, die für alle da ist! Gerade wo die Wohnungen eng sind, braucht es öffentlichen Platz für Kinder zum Spielen und Ausprobieren, ohne dass das gleich was kostet. Bei der Spielstraßen-Demo machen wir das deutlich, und wir demonstrieren für eine gerechtere Aufteilung der Stadt“, erklärt Katharina Hild, Direktkandidatin für Lichtenrade von Bündnis 90/Die Grünen. „So ist auch Platz für den Plausch in der Nachbarschaft und echten Austausch. Das schafft Zusammenhalt und hilft gegen Einsamkeit. Die Städteplanung ist zu oft noch einseitig für einen schnellen Durchgangsverkehr, aber unsere Stadt kann so viel mehr sein für die Menschen, die hier leben. Deshalb setzen wir uns für mehr Spiel- und Begegnungsflächen ein.“
Kinderfreundliche Städte sind besser für alle Generationen
Zum ersten Mal gibt es in diesem Jahr eine Leseecke. Zu jeder vollen Stunde liest Autorin Karin Beese aus ihrer Kinderbuchreihe „Nelly und die Berlinchen“. Ein großes Publikum kleiner Zuhörer*innen verfolgt gebannt die Abenteuer der Freundinnen Nelly, Amina und Hannah, die einen verschwundenen Teddy finden müssen. Im Trubel um die Leseecke unterhält sich Moritz Heuberger, Bundestagsabgeordneter für Tempelhof-Schöneberg, mit Eltern und Ehrenamtlichen. „Kinderfreundliche Städte sind nachhaltiger und lebenswerter für alle Generationen. Temporäre Spielstraßen zeigen das Jahr für Jahr, als sichere Begegnungsorte für die gesamte Nachbarschaft“, sagt er. „Politik muss Rahmenbedingungen für eine gerechte Aufteilung von Flächen schaffen, um dauerhaft mehr solcher Aufenthalts- und Spielflächen zu ermöglichen. Wir von Bündnis 90/Die Grünen stehen für diese Politik.“