Catherina Pieroth

Catherina Pieroth – GRÜNE Kandidatin für Schöneberg Süd

Am 5. Dezember 2020 wählten die Mitglieder unseres Kreisverbandes Catherina Pieroth mit großer Mehrheit als unsere GRÜNE Direktkandidatin im Wahlkreis Schöneberg Süd für die Abgeordnetenhauswahl am 26. September 2021. 

Bereits 2016 hatte Catherina Pieroth in Schöneberg Süd das Direktmandat errungen – nun haben unsere Mitglieder die bisherige Abgeordnete, Sprecherin für Gesundheits- und Drogenpolitik der GRÜNEN Fraktion im Abgeordnetenhaus, erneut für diesen Wahlkreis aufgestellt.

Mehr zur politischen Arbeit und zum Werdegang von Catherina Pieroth erfahrt ihr auf ihrer Webseite.

Wofür steht Catherina Pieroth?

Babylotsen in allen Berliner Geburtskliniken und Beratung der Krankenhäuser zu frisch gekochtem Bio-Essenwaren in dieser Legislatur meine Steckenpferde und auch hier gibt es noch viel zu tun! Ich möchte das Grüne Krankenhaus weiterentwickeln, in dem mehr Zeit für Menschlichkeit im Vordergrund steht. Grün, denn Krankenhäuser sind große Energiefresser und im Punkto Effizienz und Ressourcen schonen, gibt es dort viel zu tun. Mein Ziel ist es, in allen Berliner Bezirken Stadtteil-Gesundheitszentren einzurichten und wir sollten endlich die Fast Track City Initiative entwickeln, um gänzlich mit HIV Schluss zu machen!“

Ihr möchtet mit Catherina Pieroth ins Gespräch kommen?

Catherina Pieroth bietet regelmäßig Sprechstunden an, die Termine dazu findet ihr auf ihrer Homepage. Alternativ könnt ihr euch auch per E-Mail an sie wenden: catherina.pieroth@gruene-ts.de

Pressefotos von Catherina Pieroth

Catherina Pieroth

Die Fotos stehen zur freien Verfügung bei Nennung von Catherina Pieroth und des Kreisverbandes Bündnis 90/Die Grünen Tempelhof-Schöneberg.

Catherina Pieroth in den sozialen Medien

Interview mit Catherina Pieroth

Erzähl uns etwas über dich!

Die Corona-Krise und die Möglichkeiten der Veränderungen erinnern mich an meine Pubertät. Da wollte ich Erzieherin werden, bei den Kleinen anfangen und dabei die Welt ein wenig zu verändern. Zum Besseren natürlich. Und das habe ich dann auch gemacht. Ich habe in einem Kinderladen in Kreuzberg gearbeitet. Dort hatten wir einen VW-Bus, mit dem wir raus gefahren sind. Manchmal haben die Kinder dann das erste Mal einen See gesehen oder eine Birke von einer Buche unterscheiden gelernt.

Im Moment scheint es so als gäbe es kaum ein anderes Thema als Corona. Zu Beginn der Pandemie, als wir im März in den Lockdown gingen, fanden viele Menschen wieder ein bisschen zurück zu sich, kamen zur Ruhe, machten mehr Sport oder haben schon einmal ein Brot gebacken. Auch die Außenwelt kam zur Ruhe: weniger Lärm und Verkehr haben sich auch auf die Stadtnatur ausgewirkt  und uns auf die Möglichkeit hingewiesen, mit und nach der Pandemie mehr Klimaschutz und damit besseren Gesundheitsschutz umzusetzen. Und zwar für Jede und Jeden. Und da liegt für mich die Herausforderung: wir brauchen weniger Lärm, weniger Verkehr, frische Luft und Raum für Lernen, Bewegung, Spiel und Spaß – und das bitte unabhängig vom Geldbeutel! Es kann nicht sein, dass Gesundheit und Wohlbefinden immer noch so stark davon abhängen wie viel Geld man verdient! 

Was willst du in deinem Wahlbezirk, in Schöneberg-Süd, in Tempelhof-Schöneberg und ganz Berlin die nächsten fünf Jahre erreichen?

Als Gesundheitspolitikerin ist es mir ein großes Anliegen, Gesundheit ganzheitlich und langfristig zu denken und dabei insbesondere die präventive Arbeit miteinzuschließen. In diesem Zusammenhang habe ich mit dem Gesundheitskollektiv in Neukölln (GeKo Berlin e.V.) ein Modellprojekt für Kiez-Beratung mit zwei Ärzt*innensitzen verbunden – ein Projekt, das Gesundheit ganzheitlich denkt und das ich gerne in allen Berliner Bezirken umsetzen möchte.

Unsere Gesundheit hängt von vielen Faktoren ab. Vor allem auch von den sozialen Gegebenheiten eines Menschen. Deshalb war es mir wichtig, Babylotsen in allen Berliner Geburtskliniken einsetzen zu können. Sie kümmern sich um die psychosoziale Betreuung rund um die Geburt. Auch habe ich eine Clearingstelle für nicht-Krankenversicherte, das können Selbstständige, aber auch Menschen ohne  Papiere sein, mit ins Leben gerufen. 

Wichtig ist mir, dass allen klar wird: Gesundheitsämter, Jugendhilfe und jegliche Art von Vor-Ort- Beratung sind zentral. Unsere langjährigen Berliner Träger sind im Bezirk mit allen Akteur*innen gut vernetzt und oftmals erste Anlaufstelle. Leider sind sie in vielerlei Hinsicht nicht ausreichend ausgestattet: um den enormen Herausforderungen dieser Zeit gerecht werden zu können müssen wir sie gut ausstatten und das Personal grundsätzlich nach Tarif bezahlen. Nur wenn wir auch die ambulante Pflege und alle Beratungsstellen stärken, können wir Krisenaufgaben gut und gesund meistern. Das will ich erreichen!

In Berlin müssen wir mehr Freiräume für Bewegung schaffen. Wir haben in den letzten fünf Jahren schon einiges hinbekommen. Modellhaft haben wir die Hauptstraße verkehrssicher gemacht, haben die Menschen gefragt, wie sie die Umgebung gestalten wollen, haben Baumscheiben bepflanzt und urbanes Gärtnern ermöglicht. Unter „Umsonst und Draußen“ verstehe ich die Erweiterung von Grünflächen und schadstoffarmen Sportanlagen, die von Jeder und Jedem flexibel genutzt werden können. Bewegung an der frischen Luft ist so wichtig, weil es unserer körperlichen und psychischen Gesundheit enorm gut tut. Gerade in diesen schweren Zeiten können wir uns so körperlich und mental stärken. Dazu gehört auch der Klimaschutz. Denn Klimaschutz ist Gesundheitsschutz. Damit diese Gleichung aufgeht, setze ich mich für mehr kühle Meilen mit schattenspendenden Pflanzen ein. Denn Hitze und schlechte Luft machen krank!

Ein weiteres und sehr wichtiges Thema ist gesunde Ernährung. „Du bist, was du isst.“ Davon bin ich absolut überzeugt. Doch ausgerechnet das Krankenhausessen ist oft alles andere als gut und gesund! Deshalb  habe ich mich für frischgekochtes Bio-Essen in den Berliner Krankenhäusern eingesetzt. Aber im Punkto Ernährung geht natürlich noch viel mehr. Das will ich angehen und darauf freue ich mich!

Warum fühlst du dich bei den Grünen zu Hause?

Weil ich schon immer umweltbewusst und selbstbestimmt lebe und sich mit meinem Parteieintritt vor über zehn Jahren daran nichts geändert hat.

Grüne zu sein war ein wichtiger Schritt zu mir und meiner Art zu leben zu stehen. Selbstbestimmtheit und Gleichberechtigung, auch mal zu verzichten und sich dabei auf das Wesentliche zu konzentrieren, sind die Grundlage dafür, dass ich gerne Grüne bin.

Mit unserem Frauenstatut und dem Anspruch, „die Hälfte der Macht den Frauen!“, hat unsere Partei etwas geschaffen, was mich ganz persönlich weiter gebracht hat. Ich fühle mich ernster genommen, ich traue mich mehr! Schauen wir in den Bundestag oder in die Landtage – die Fraktionen mit der besten Frauenquote sind immer die Grünen Fraktionen.

Manchmal stören mich die langen Prozesse in der Politik. Ich sage nie, ich bin nicht zuständig. Ich bin eine Umsetzerin und versuche immer ansprechbar zu sein und eine Lösung zu finden. Als ich in die Partei eingetreten bin dachte ich, den ÖPNV kostenlos zu machen, den Verpackungsmüll drastisch zu reduzieren und die öffentlichen Räume besser zu verteilen, das können und müssen wir doch schneller schaffen! Jetzt weiß ich aber, wie schwer und herausfordernd das ist. Es braucht viel Kraft und einen langen Atem. Aber den haben wir!

Was hat dich angetrieben, in die Politik zu gehen?

Ein großer Antrieb ist, nicht nur zuschauen zu wollen, sondern auch selbst anzupacken und Dinge verändern zu wollen. Ich habe schon in anderen Großstädten gewohnt, in denen mir auffiel, was gut und was schiefläuft. Das reicht von schadstoffbelasteter Luft bis hin zu Ungleichheiten bei der gesundheitlichen Versorgung und mangelndem Wohnraum. Dass beispielsweise innerhalb des S-Bahnrings nur noch die wohnen, die es sich leisten können, ist ein Unding. Das möchte ich verhindern!

Was möchtest du sonst noch loswerden?

Die Corona-Pandemie setzt alles auf den Prüfstand und fordert uns heraus. Lasst uns diese Krise nutzen und da anpacken, wo es brennt! Wir haben vieles auf den Weg gebracht, sehen aber auch, dass wir große ökologische, sozial- ökonomische und gesundheitliche Probleme lösen müssen. Wir dürfen diesen nicht bei den Folgegenerationen abladen! Für die Politik ist ein präventives und langfristiges Denken und Handeln allerdings am besten schon seit gestern unabdingbar geworden. Nie war „prevention is better than cure“ bedeutungsvoller als heute!  Und um einmal über die Stadt- und Landesgrenzen hinauszudenken: ich wünsche mir immer ein Europa, dass sich nicht nur über die Finanzen definiert, sondern über Daseinsvorsorge und über ein gerechtes und starkes Gesundheits- und Sozialsystem.