Fair über die Bezirksgrenzen hinaus

Grüne treten für eine faire Wirtschaft ein: Für eine Wirtschaft, die nachhaltig mit der Umwelt umgeht; für eine Wirtschaft, die vorhandene Ressourcen gerecht verteilt; für eine Wirtschaft, die nicht allein die Interessen der Unternehmen, sondern auch die Interessen der Konsumentinnen und Konsumenten und der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer fair berücksichtigt. Das gilt im Bezirk und global. Dass Tempelhof-Schöneberg nun erste Schritte unternommen hat, Mitglied des internationalen Netzwerks der Fair-Trade-Städte zu werden, geht allein auf unsere grüne Initiative zurück.

Für viele Verbraucherinnen und Verbraucher steht fest: Sie wollen keine Produkte mehr, die unter Bedingungen von Sklavenarbeit und von Kindern hergestellt oder unter Auspressung der örtlichen Produzenten billig auf den Weltmarkt geworfen werden. Alternativen sind u.a. Nahrungs- und Genussmittel, für die die oft genossenschaftlich organisierten Erzeuger in Schwellen- und Entwicklungsländern einen auskömmlichen Preis erzielen. Solche fair produzierten und gehandelten Artikel müssen nicht einmal viel teurer als die anderen sein.

Aber wo findet die Verbraucherin, der Verbraucher einen solchen „fairen“ Artikel? Wir wollen, dass der Bezirk den Bürgerinnen und Bürgern dazu eine Handreichung bietet, eine immer größer werdende Liste von örtlichen Geschäften und Produkten, die man dort „fair“ kaufen kann. Wir wollen, dass die bestehenden Netzwerke der bezirklichen Wirtschaft für die Verwendung von Fair-Trade-Produkten gewonnen werden. Schließlich muss sich auch die Bezirksverwaltung selbst ihrer Verbraucherverantwortung bewusst werden und somit etwa beim Materialeinkauf, wo immer möglich, auf das Fair-Trade-Siegel achten.

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