Örtliche Geschäfte statt neuer Discounter

Den auf der Lichtenrader Bahnhofstraße eingeschlagenen Weg werden wir auch auf anderen Straßen beschreiten. Wir setzen auf neue Impulse für die bezirklichen Einkaufsstraßen und berücksichtigen dabei jeweils die unterschiedlichen Voraussetzungen und Anforderungen.

Schon kleine Maßnahmen können große Erfolge zeigen, etwa die Umgestaltung einzelner Parkplätze zu Fahrradabstellplätzen. Das entspricht dem gestiegenen Radverkehr und dem Verkehrsverhalten vieler Kundinnen und Kunden. Da, wo es ebenfalls ins Umfeld passt und von den Anwohnerinnen und Anwohnern akzeptiert wird, wollen wir bei den bestehenden Discountern auf eine stärkere Flächennutzung achten, gegebenenfalls für überdimensionierte Parkplätze eine sinnvollere Nutzungsmöglichkeit finden.

Die Überlegungen, am Tempelhofer Damm einen Business Improvement District (BID) einzurichten, werden wir in diesem Sinn weiterhin konstruktiv begleiten. In Hamburg und Bremen machte man mit solchen BIDs, in denen sich Grundeigentümer und Gewerbetreibende über ein gemeinsames Vorgehen verständigen müssen, um Verbesserungen der Infrastruktur und der Rahmenbedingungen zu erreichen, bereits gute Erfahrungen. Unser Ziel ist eine attraktive, gut an- und eingebundene Versorgungsinfrastruktur, die von den Berlinerinnen und Berlinern gut angenommen wird.

Um den Tempelhofer Damm als aufenthaltswürdige Einkaufsstraße zu gestalten, schlagen wir vor, den Schwerlastverkehr so weit wie möglich zurückzudrängen. Dafür können die ansässigen Geschäfte etwa ihren Lieferverkehr bündeln. Außerdem sollte die Anzahl der Parkplätze überprüft werden. Bei allem aber ist die Zukunftsplanung für den Tempelhofer Damm nicht allein Sache der Immobilieneigentümer und Gewerbetreibenden. Alle Anliegerinnen und Anlieger, also auch die Mieterinnen und Mieter, müssen angemessen Gehör finden.

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