Homeoffice mit Kindern

Tipps für Kinderbetreuung, Unterricht, Familienleben und Homeoffice

Was in normalen Zeiten eine Erleichterung des Berufslebens sein kann, wird in der Corona-Krise zur Mehrfachbelastung: Denn zum Homeoffice kommt nun neben dem Haushalt die Kinderbetreuung samt Hilfe beim Unterricht und die Hilfe für Nachbar*innen und ältere Verwandte – und das alles möglichst zur gleichen Zeit. In seinem jüngsten Newsletter gibt das Schulpsychologische und Inklusionspädagogische Beratungs- und Unterstützungszentrum (SIBUZ) Hinweise, wie man das am besten bewältigt. Die wichtigsten Tipps:

Fester Tagesablauf bleibt die Grundlage

So wie in Zeiten von Büroarbeit und Schulunterricht sollte man es auch jetzt halten. Zur festgesetzten Zeit wird aufgestanden und gefrühstückt, es gibt regelmäßige gemeinsame Mahlzeiten. Dazu kommt nun verstärkt: Eltern und Kinder planen gemeinsame Freizeitaktivitäten, Spiele, Sport und mehr.

Arbeit und Lernen mit Struktur

Erwachsene haben in der Regel im Büro ihren festen Platz, den sie zu festen Zeiten besetzen, Kinder in der Schule ebenso. So sollte es nun auch zu Hause sein. Und: Wenn auf dem vorher vereinbarten Unterrichtsplan z.B. „30 Minuten Vokabeln lernen“ steht, dann hat das Kind danach erst einmal Pause – auch, wenn es vielleicht nicht alle Vokabeln geschafft hat.

Sorgen, Ängste und Probleme kindgerecht besprechen

Natürlich merken auch die jüngeren Kinder, dass da „etwas nicht stimmt“, dass sie nicht mehr zu den Großeltern und auch nicht auf den Spielplatz dürfen. Da heißt es für die Eltern: Aufgreifen, was das Kind schon weiß, auf dieser Grundlage darüber reden, Ängste nehmen und kindgerecht erklären, wie man sich am besten schützt. Doch auch jetzt sollte bei Eltern-Kind-Gesprächen nicht alles um das Corona-Virus gehen. Denn, so das SIBUZ: „Eine fröhliche Atmosphäre zu Hause hilft beim Lernen und Wohlfühlen.“

Martina Zander-Rade, parlamentarische Geschäftsführerin unserer bündnisgünen BVV-Fraktion in Tempelhof-Schöneberg, derzeit ebenfalls im Homeoffice und Mutter einer 11jährigen Tochter: „Zweifelsohne haben wir alle gerade eine doppelte bis dreifache Belastung aus Homeoffice, Kinder bei Laune halten und beschulen, zwischendurch für Mahlzeiten sorgen, sich um eigene Eltern, Nachbarn kümmern, Einkäufe erledigen etc. Momentan erreichen mich als Schulpolitikerin auch ständig Nachfragen von gestressten Eltern, von Lehrerinnen und Lehrern, wie man damit am besten fertig wird. Da sind die Tipps des SIBUZ eine sachliche Unterstützung zum Nachlesen und eine Entscheidungshilfe, für die man nur dankbar sein kann.“

Zum Infobrief des SIBUZ

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