Bürgerengagement für praktischen Umweltschutz unterstützen

Wir setzen uns für den Erhalt von Kleingärten ein und dort, wo es rechtlich möglich ist, wollen wir dies auch in den entsprechenden Bebauungsplänen absichern. Um dafür aber die notwendige öffentliche Unterstützung zu gewinnen und eine breite Sympathie für bedrohte Kleingärten zu schaffen, müssen ihre Pächterinnen und Pächter auch selbst etwas tun. Unser Vorschlag: Die Gartenfreunde zeigen sich den Nicht-Gartenbesitzern als praktische Umweltschützer, indem sie etwa mit natürlicher Schädlingsbekämpfung den Umweltschutz fördern und das in ihren Kolonien interessierten Bürgerinnen und Bürgern auch praktisch vorführen.

Umweltschutz im Bezirk funktioniert nur mit bürgerschaftlichem Engagement. Die Aktivistinnen und Aktivisten der ufa-Fabrik haben mit ihrer „ökologischen Kulturoase“ für Erwachsene und Kinder einen Lernort für Naturerfahrungen geschaffen. Solche Lernorte sind auch die Gartenarbeitsschule und das Südgelände in Schöneberg.

Doch der Wunsch vieler Menschen, gemeinsam zu gärtnern oder Tiere zu pflegen, bleibt meist unerfüllt. Darum unterstützen die Initiativen für Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) den interkulturellen Generationengarten in Lichtenrade und wir wünschen uns weitere dieser Projekte. Wir wollen überall im Bezirk Bürgergärten und Kinderbauernhöfe und möglichst viel Platz zum Gestalten. Mit Urban Gardening-Aktionen, eine gärtnerische Nutzung auch kleiner städtischer Flächen – häufig von den Anwohnerinnen und Anwohnern selbst getragen und organisatorisch unterstützt durch den Bezirk – wird das gelingen.

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