Kultur- und Kreativwirtschaft sind ein prägendes Element für die Identität von Tempelhof-Schöneberg und ein Wirtschafts- und Standortfaktor. Deshalb fordern wir für unsere Kieze einen fairen Anteil der Landes- und Bundesförderung für Kultur und Kreativwirtschaft und wollen mit diesen Mitteln auch unter Rücksichtnahme auf die Interessen der Anwohnerinnen und Anwohner…
9. Kunst und Kultur in unseren Kiezen – das macht den Bezirk lebendig
Die Zukunft des Kinder- und Jugendtheaters Morgenstern stand schon auf der Kippe. Die beliebte Schauspieltruppe sollte ihre traditionelle Spielstätte im alten Rathaus Friedenau verlieren. Ohne diesen festen Ort hätte sie aber ihre Arbeit kaum fortsetzen können. Mit Unterstützung der grünen Fraktionen im Abgeordnetenhaus und im Bezirk ist es gelungen, das Theater Morgenstern langfristig im Rathaus Friedenau zu halten. Nun ist es Teil des Modellprojektes „Rathaus Friedenau“, wo in einem Heim für Flüchtlinge mit einem Kinder- und Jugendtheater auch die Kultur integriert ist. Zum Modellprojekt gehört auch die Integration einer Bibliothek mit Schwerpunkt Migration – hier treiben wir die Planungen voran.
Auch die Zukunft des Puppentheaters „Hans Wurst Nachfahren“ am Winterfeldtplatz war ungewiss. Nach anhaltenden Protesten aus der Bürgerschaft ist jetzt gesichert, dass das Puppentheater zumindest bis 2018 erhalten bleibt. Danach will die derzeitige Senatskulturverwaltung dieses Haus als Theaterspielort zwar abwickeln, aber wir Grüne werden uns sowohl in der Bezirksverordnetenversammlung als auch im Abgeordnetenhaus weiter dafür einsetzen, dass dieses wunderbare Haus mit dem einladenden Vorplatz die erforderliche Unterstützung erhält, um sein Profil als Ort des zeitgenössischen Puppenspiels weiter zu entwickeln.
Diese beiden Beispiele zeigen: Es kann immer erneut gelingen, dass Kultur und Politik gemeinsam gute und überraschende Lösungen finden, manchmal kommen aber nur Kompromisse zustande, mit denen sich allerdings Zeit gewinnen lässt.
Vorwärts und nicht vergessen…
Wachsende Fremdenfeindlichkeit, Rassismus und Antisemitismus machen deutlich: Kultur in Deutschland muss auch eine Kultur des Erinnerns sein, eine Kultur, die an die Schrecken der nationalsozialistischen Herrschaft, an ihre Opfer erinnert und an jene Frauen und Männer, die der Tyrannei Widerstand entgegensetzten. Für diese Erinnerungskultur bietet Tempelhof-Schöneberg einen ganz herausragenden Ort….
Bibliotheken als Treffpunkte
Der Sparzwang der vergangenen Jahre hat den Bestand der Bibliotheken unseres Bezirks gefährdet. Insbesondere die Eva-Maria-Buch-Bezirkszentralbibliothek in Tempelhof und die Theodor-Heuss-Mittelpunktbibliothek an der Schöneberger Hauptstraße sind stark sanierungsbedürftig und die Häuser personell stark unterbesetzt. Das Flächenangebot ist in beiden Häusern zu klein. Das alles trägt natürlich nicht dazu bei, mehr…
Kultur braucht Personal und Personal will leben
Wenn wir die Kultureinrichtungen des Bezirks, zum Beispiel das Jugendmuseum in der Hauptstraße oder das Haus am Kleistpark, erhalten und auf solide Füße stellen wollen, braucht es dafür Personal. Schließlich gilt das Jugendmuseum bundesweit als vorbildliche Modelleinrichtung und das Haus am Kleistpark ist keine kleine Bezirksgalerie, sondern erfreut sich als…
Vom Laborbetrieb zum Wirtschaftsfaktor
Die zahlreichen Kultureinrichtungen in Tempelhof-Schöneberg kosten nicht nur Geld, sie halten unsere Kieze auch lebendig und haben sich vom Laborbetrieb für alternative Experimente zum Wirtschaftsfaktor und damit zum Standortvorteil für den Bezirk entwickelt. Hier befinden sich Kultureinrichtungen von überregionaler Bedeutung wie kleinteilige Kiezangebote, die Schöneberg und Tempelhof einzigartig machen. Hier…
