Yorckbrücken: Industriedenkmal erhalten

Das Ensemble der Yorckbrücken muss als geschütztes Denkmal erhalten bleiben, die Brücke Nr. 5 ist – wie schon seit Jahren geplant – auf Kosten der Deutschen Bahn für den Rad- und Fußweg instandzusetzen. Dafür soll sich nach einem GRÜNEN Antrag in der Bezirksverordnetenversammlung das Bezirksamt stark machen. Hintergrund des Antrags: Die Deutsche Bahn will als Eigentümerin die Brücke Nr. 5 nur noch dann instandsetzen, wenn sechs andere Brücken abgerissen werden.

Für uns GRÜNE ist dieses Ansinnen der Bahn allerdings eine glatte „Unverschämtheit“. Schließlich stehen die Yorckbrücken nicht umsonst unter Denkmalschutz: Konstruiert in den 1880er Jahren wurden sie in den folgenden Jahrzehnten so oft saniert und modernisiert, dass sie ein in der Form einmaliges Beispiel für die Entwicklung der Brückenbautechnologie eines ganzen Jahrhunderts darstellen.

Dazu unser Bezirksverordnete Bertram von Boxberg: „Natürlich muss auch ein Konzern im Staatsbesitz auf Wirtschaftlichkeit achten, besonders, wenn eine Maßnahme teurer als ursprünglich gedacht wird und dann womöglich an anderer Stelle Einsparungen vornehmen. Dass aber ausgerechnet die Deutsche Bahn, die mit dem Bau von Stuttgart 21 ohne Rücksicht auf Verluste ein Milliarden Euro schweres Prestigeobjekt ohne wirklichen Nutzen durchzieht und wegen der im Vergleich dazu lächerlichen Instandhaltungskosten dem Denkmalschutz an den Yorckbrücken mit der Abrissbirne ein Ende bereiten will, ist ein absolutes Unding. Hier zeigt der Bahnvorstand nur, dass er jedes Augenmaß verloren hat. Da müssen Kommunal-, Landes- und schließlich auch Bundespolitik den Bahn-Managern klarmachen, in wessen Auftrag sie eigentlich zu agieren haben. Unser Antrag in der BVV ist der Anfang, den nötigen politischen Druck aufzubauen.“

Zur Pressemitteilung der BVV-Fraktion

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